Auf dieser Seite erfahren Sie, was eine Software für das Energiemanagement leisten muss, wie Sie die passende Lösung auswählen, wie die Einführung abläuft und welche Kosten entstehen. Wir zeigen außerdem, wie wir das mit VITRICON® EMS umsetzen, unserem nach GEFMA 445 zertifizierten Modul für das Energiemanagement.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Energiemanagement-Software ist die zentrale Datenbasis und das Auswertungswerkzeug Ihres Energiemanagements.
  • Kernfunktionen sind Datenerfassung über Schnittstellen, Plausibilitätsprüfung, Kennzahlen, Lastgang-Analyse, Maßnahmenverfolgung und Berichte.
  • Die ISO 50001 schreibt keine Software vor. Bei vielen Messstellen ist eine lückenlose, nachvollziehbare Datenerfassung ohne Software aber kaum zu leisten.
  • Die Kosten hängen weniger von der Lizenz ab als von Messtechnik, Schnittstellen und Datenaufbereitung.
  • Das BAFA fördert Energiemanagement-Software im Modul 3 der EEW. VITRICON® steht auf der BAFA-Liste förderfähiger Energiemanagement-Software.

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Was ist eine Energiemanagement-Software?

Eine Energiemanagement-Software ist eine Anwendung, die Energiedaten eines Unternehmens oder einer Liegenschaft automatisch erfasst, strukturiert, auswertet und dokumentiert. Sie verbindet Messtechnik und Organisation: Die Zähler liefern Werte, die Software macht daraus Informationen, auf deren Basis Menschen entscheiden.

Im Sprachgebrauch werden Energiemanagement-Systeme und die dazugehörige Software oft gleichgesetzt. Genau genommen sind es zwei Ebenen. Die Deutsche Energie-Agentur beschreibt das Energiedatenmanagement als operativen Kern eines Energiemanagementsystems – bestehend aus Energiemonitoring und Energiecontrolling (dena/KEDi: Entscheidungshilfe Energiedatenmanagement).

BegriffWas gemeint ist
Energiemanagementsystem (EnMS)Organisatorischer Rahmen mit Energiepolitik, Zielen, Verantwortlichkeiten, Aktionsplänen und kontinuierlicher Verbesserung, z. B. nach DIN EN ISO 50001
Energiemanagement-SoftwareWerkzeug, das die Daten des EnMS erfasst, auswertet, dokumentiert und berichtet
EnergiemonitoringLaufende Erfassung und Visualisierung von Verbräuchen und Lastgängen
EnergiecontrollingBewertung der Daten mit Kennzahlen, Soll-Ist-Vergleichen und Maßnahmen

Von intelligentem Energiemanagement spricht man, wenn die Software Daten selbstständig zusammenführt, Abweichungen erkennt und Berichte ohne Handarbeit erzeugt. Ob Sie es Energiemanagement-Programm, Energiemanager-Software oder Energiemanagement-System nennen: Entscheidend ist, dass die Lösung zu Ihren Messstellen, Gebäuden und Abläufen passt.

Wann sich eine Software für das Energiemanagement lohnt

Energiedaten lassen sich manuell mit Ablesebögen und Tabellen erfassen, teilautomatisiert mit Datenloggern oder vollständig softwaregestützt. Die dena empfiehlt die Software-Lösung besonders bei heterogener Anlagentechnik und komplexen Energieströmen. Typische Anlässe in der Praxis:

  • Viele Standorte oder Gebäude: Verbräuche sollen vergleichbar werden, etwa je Liegenschaft, Filiale oder Anlage.
  • Gesetzliche Pflichten: Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verpflichtet Unternehmen und öffentliche Stellen ab bestimmten Verbräuchen zu einem Energie- oder Umweltmanagementsystem (Details weiter unten).
  • Zertifizierung: Sie wollen ein Energiemanagement nach ISO 50001 oder EMAS aufbauen oder halten.
  • Nachhaltigkeitsberichte: CO₂-Bilanz, ESG-Reporting und GEG-Nachweise brauchen eine belastbare Datengrundlage.
  • Fördermittel: Förderanträge und Verwendungsnachweise setzen nachvollziehbare Verbrauchsdaten voraus.
  • Kosten: Lastspitzen, Fehlbetrieb und ungünstige Tarife bleiben ohne Monitoring unbemerkt.

Der Nutzen ist belegbar: Laut einer von der dena zitierten Studie der Bundesstelle für Energieeffizienz (2022) sparen kleine und mittlere Unternehmen mit einem Energiemanagementsystem rund drei bis vier Prozent ihrer jährlichen Energiekosten. Für Kommunen zeigen wir in unserem Beitrag zum Gebäudeenergiegesetz und förderfähigen Energiemanagement, wie strukturierte Energiedaten Förderfähigkeit schaffen.

Was eine Energiemanagement-Software leisten muss

Gute Energiemanagement-Software deckt den gesamten Weg von der Messung bis zur Entscheidung ab. Die folgenden Funktionen gehören aus unserer Sicht zum Pflichtumfang.

Daten erfassen und Systeme anbinden

Die Software muss Daten aus allen relevanten Quellen übernehmen: Haupt- und Unterzähler, Datenlogger, Gebäudeautomation, Lastgänge von Netzbetreibern und Versorgern sowie IoT-Sensoren. Manuelle Ablesungen sollten sich ebenfalls erfassen lassen.

VITRICON® EMS bietet dafür Schnittstellen zur Gebäudeautomation, zu Netzbetreibern und Versorgern sowie eine Datenlogger- und IoT-Integration über Broker und API. Für die Messtechnik selbst planen und integrieren wir Messsysteme und Messkonzepte inklusive Datenloggern und M-Bus-Zählern. Wie wir Sensoren und Gebäudetechnik vernetzen, beschreibt VITRICON® IoT.

Stammdaten: Liegenschaften, Anlagen und Zähler

Messwerte sind nur so gut wie ihre Zuordnung. Die Software braucht ein Datenmodell, das Liegenschaften, Gebäude, Anlagen, Zähler und Bezugsgrößen wie Flächen abbildet. Zählerstrukturen, Bilanzkreise und virtuelle Messstellen machen Energieflüsse nachvollziehbar.

In VITRICON® EMS verwalten Sie technische und bauliche Anlagen, klassifizieren Erzeuger und Verbraucher und führen eine Messstellenverwaltung mit Eichfristüberwachung. Bezugsgrößen für Kennzahlen werden historisiert gespeichert, damit Vergleiche über Jahre stimmen.

Plausibilitätsprüfung und Datenqualität

Fehlende Werte, Zählerwechsel oder Übertragungsfehler verfälschen jede Auswertung. Eine Energiemanagement-Software sollte Werte deshalb automatisch prüfen, Lücken kennzeichnen und nachvollziehbar ersetzen.

VITRICON® EMS arbeitet mit konfigurierbaren Prüfkriterien für alle Medien und Datenpunkte, automatisiertem Messdatenimport, berechneten Datenpunkten und virtuellen Messstellen sowie Interpolation und Referenzen.

Auswertungen, Kennzahlen und Klimabereinigung

Aus geprüften Daten entstehen Energieleistungskennzahlen (EnPI), Benchmarks, Lastgang-Analysen und Dashboards. Für Heizenergie ist die Klimabereinigung wichtig: Sie macht Verbräuche aus milden und kalten Jahren vergleichbar.

Mit dem Auswertungsbaukasten von VITRICON® EMS konfigurieren Sie grafische und tabellarische Auswertungen selbst, erstellen Abfragen und Dashboards und teilen sie. Die Klimabereinigung ist integriert. Mehr dazu auf unserer Seite Energiemonitoring und -analyse.

Effizienzmaßnahmen planen und nachverfolgen

Eine Energiemanagement-Software soll nicht nur zeigen, wo Energie verbraucht wird, sondern auch, ob Maßnahmen wirken. Dazu gehören Grenzwertüberwachung, Lastgangüberwachung sowie die Planung und Erfolgskontrolle von Einsparmaßnahmen.

In VITRICON® EMS planen, simulieren und werten Sie Energiesparmaßnahmen aus und steuern Energiekampagnen. Wie das im Detail aussieht, zeigt die Seite Effizienzsteigerung.

CO₂-Bilanz und ESG-Daten

Die Software sollte Verbräuche in Emissionen umrechnen und Entwicklungen über die Zeit zeigen. VITRICON® EMS berechnet Emissionen nach Verbrauch mit integrierten Emissionskatalogen der EU und des Umweltbundesamts. Mehr zur CO₂-Bilanzierung.

Berichte und Nachweise

Berichte müssen regelmäßig, einheitlich und prüffähig entstehen. Wichtig sind Vorlagen, zeitgesteuerter Versand, Exporte und eine Archivierung, die frühere Stände nachvollziehbar hält.

VITRICON® EMS erstellt Energieberichte automatisiert, versendet Reports zeitgesteuert, exportiert als PDF, Excel und CSV und archiviert revisionssicher. Es unterstützt Auswertungen und Reports für ISO 50001, EMAS und ESG. Details finden Sie unter Berichte und Dokumentation.

FunktionWozu Sie sie brauchenUmsetzung in VITRICON® EMS
Datenerfassung und SchnittstellenAutomatisch aktuelle Werte statt AblesebögenGebäudeautomation, Netzbetreiber, Versorger, Datenlogger, IoT über Broker und API
Stammdaten und ZählerstrukturWerte richtig zuordnenAnlagen-, Zähler- und Messstellenverwaltung, Bilanzkreise, virtuelle Messstellen
PlausibilitätsprüfungFehler und Lücken erkennenKonfigurierbare Prüfkriterien, Interpolation
Kennzahlen und DashboardsVerbräuche vergleichen und bewertenAuswertungsbaukasten, Benchmarks, Klimabereinigung
MaßnahmenmanagementWirkung von Einsparungen belegenMaßnahmen planen, simulieren, auswerten
CO₂-BilanzEmissionen ausweisenEmissionskataloge der EU und des Umweltbundesamts
BerichteNachweise für Leitung, Audits, FörderungAutomatisierte Berichte, Export, revisionssichere Archivierung

Den vollständigen Funktionsumfang finden Sie auf der Modulseite VITRICON® EMS.

Energiemanagement nach ISO 50001: die Rolle der Software

Die DIN EN ISO 50001 legt die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem fest. Grundlage ist der PDCA-Zyklus aus Planen, Umsetzen, Überprüfen und Verbessern. Die aktuelle Fassung ist die ISO 50001:2018, ergänzt um die Änderung A1:2024 zu klimabezogenen Aspekten. Für kleinere Organisationen gibt es mit der ISO 50005 einen abgestuften Einstieg (Umweltbundesamt: Energiemanagementsysteme).

Wichtig für die Auswahl: Nach ISO 50001 zertifiziert wird immer die Organisation, nicht die Software. Die Norm verlangt auch keine bestimmte Software. Sie verlangt aber Daten, die regelmäßig erfasst, ausgewertet und belegt werden. Genau dafür ist eine Energiemanagement-Software nach ISO 50001 da.

Anforderung der ISO 50001Beitrag einer Energiemanagement-Software
Energetische Bewertung und wesentliche Energieeinsätze (SEU)Verbräuche je Anlage und Bereich auswerten, Hauptverbraucher erkennen
Energieleistungskennzahlen (EnPI)Kennzahlen definieren und automatisch berechnen
Energetische Ausgangsbasis (EnB)Bezugsjahr festhalten, Einflussgrößen wie Witterung oder Fläche berücksichtigen
Planung der EnergiedatenerfassungMesskonzept, Zählerstruktur und Erfassungsintervalle abbilden
Ziele und AktionspläneMaßnahmen planen und ihre Wirkung nachverfolgen
Überwachung, Messung und AnalyseMonitoring, Grenzwerte, Abweichungsmeldungen
ManagementbewertungBerichte für die Leitung auf Knopfdruck

VITRICON® EMS liefert dafür Auswertungen und Reports für ISO 50001 und EMAS. Auf unserer Seite Energiemanagement nach GEFMA 445 erklären wir, was die Software-Zertifizierung der GEFMA für Ihr Energiemanagement bedeutet.

Energieeffizienzgesetz: Wann ein Energiemanagementsystem Pflicht ist

Nach § 8 EnEfG müssen Unternehmen mit einem durchschnittlichen jährlichen Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 7,5 GWh in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einrichten. Für öffentliche Stellen gilt § 6 EnEfG: ab 3 GWh ein Energie- oder Umweltmanagementsystem, zwischen 1 und 3 GWh ein vereinfachtes Energiemanagementsystem, jeweils mit Frist 30. Juni 2026.

Die Bundesregierung will die Schwelle für Unternehmen anheben. Ihr Gesetzentwurf vom 16. September 2026 (Drucksache 21/8027) sieht 23,6 GWh statt 7,5 GWh vor. Bis eine Änderung in Kraft tritt, gilt die bisherige Fassung (Stand: November 2026).

Unabhängig von der Pflicht lohnt sich Energiemanagement auch unterhalb der Schwellen, weil Sie Kosten und Emissionen nur senken können, wenn Sie sie kennen.

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Energiemanagement-Software auswählen: zehn Kriterien

Die dena empfiehlt ein strukturiertes Vorgehen: Ist-Zustand erfassen, Ziele festlegen, Muss- und Wunschkriterien ableiten, Vorauswahl bilden, final entscheiden. Die folgende Checkliste hilft Ihnen bei Schritt drei.

KriteriumWorauf Sie achten solltenFragen an den Anbieter
1. DatenintegrationZähler, Datenlogger, Gebäudeautomation, Netzbetreiber, Versorger, IoT, offene APIWelche Protokolle und Datenformate sind Standard, welche erfordern Anpassungen?
2. DatenqualitätPlausibilitätsprüfung, Lückenbehandlung, virtuelle ZählerWie werden fehlerhafte oder fehlende Werte erkannt und gekennzeichnet?
3. DatenmodellLiegenschaften, Gebäude, Anlagen, Zählerbäume, Flächen als BezugsgrößenLässt sich das Datenmodell an unsere Struktur anpassen?
4. NormbezugUnterstützung von ISO 50001, ISO 50005, EMASWie werden EnPI, Ausgangsbasis und Managementbewertung abgebildet?
5. Auswertungen und BerichteDashboards, Vorlagen, zeitgesteuerter Versand, ExportKönnen Fachabteilungen eigene Auswertungen ohne Programmierung bauen?
6. MaßnahmenmanagementMaßnahmen planen, Wirkung messenWie wird die Einsparung einer Maßnahme nachgewiesen?
7. Gebäude- und AnlagendatenVerbindung zu CAFM und InstandhaltungMüssen Anlagen und Flächen doppelt gepflegt werden?
8. NachweiseSoftware-Zertifizierung (z. B. GEFMA 445), Listung beim BAFAWelche unabhängigen Prüfungen hat die Software bestanden?
9. Betrieb und SicherheitCloud oder On-Premise, Rollen und Rechte, InformationssicherheitWo werden die Daten gehostet, welche Zertifizierung hat der Betreiber?
10. Gesamtkosten und BegleitungLizenz, Einführung, Datenerfassung, Schulung, SupportWelche Leistungen sind im Angebot, welche kommen hinzu?

Ein Kriterium wird oft unterschätzt: die Verbindung zu den Gebäude- und Anlagendaten. Wenn Flächen, Anlagen und Wartungsstände ohnehin in einem CAFM-System gepflegt werden, sollte die Energiemanagement-Software diese Daten nutzen, statt sie ein zweites Mal zu verlangen.

Als Leitplanke nennt die dena die Liste förderfähiger Energiemanagement-Software des BAFA. Das BAFA weist darauf hin, dass die Liste keine Produktempfehlung ist. Sie zeigt aber, welche Lösungen die Einführung und Aufrechterhaltung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 unterstützen.

Einführung einer Energiemanagement-Software in sechs Schritten

Eine Energiemanagement-Software ist schnell eingerichtet. Der eigentliche Aufwand liegt in der Datenbasis. So gehen Sie vor:

  1. Bestand aufnehmen

    Erfassen Sie, welche Zähler, Messstellen, Datenlogger und Systeme vorhanden sind und welche Daten bereits vorliegen. Prüfen Sie auch Berichtspflichten und vorhandene Zertifizierungen.

  2. Ziele und Umfang festlegen

    Legen Sie fest, welche Medien, Liegenschaften und Anlagen Sie erfassen wollen, welche Kennzahlen Sie brauchen und für wen Berichte entstehen.

  3. Messkonzept erstellen

    Definieren Sie Messstellen, Übergabestellen und Bilanzkreise. Wo Daten fehlen, ergänzen Sie Zähler oder Datenlogger.

  4. Stammdaten anlegen und Datenquellen anbinden

    Bilden Sie Liegenschaften, Anlagen und Zählerstruktur in der Software ab. Binden Sie anschließend Gebäudeautomation, Netzbetreiber- und Versorgerdaten sowie Datenlogger an.

  5. Auswertungen, Grenzwerte und Berichte einrichten

    Richten Sie Plausibilitätsprüfungen, Kennzahlen, Dashboards, Grenzwerte und Berichtsvorlagen ein. Legen Sie fest, wer welche Berichte wann erhält.

  6. Schulen, nutzen, verbessern

    Schulen Sie die Anwender und verankern Sie die Auswertungen in festen Terminen. Leiten Sie aus den Ergebnissen Maßnahmen ab und prüfen Sie deren Wirkung im nächsten Zyklus.

So unterstützen wir Sie: Wir begleiten jeden dieser Schritte. Zu unserer Dienstleistung Energiemanagement gehören die Analyse vorhandener Prozesse und Systeme, die Beratung und Implementierung eines Energiemanagementsystems, die Definition von Bilanzkreisen und Kennzahlen (EnPI) sowie Messkonzepte. Für fehlende Messtechnik planen wir Messsysteme. Über unsere Bestandserfassung erfassen wir Ihren Bestand per App.

Was kostet eine Energiemanagement-Software?

Eine seriöse Pauschale gibt es nicht. Die Lizenz ist meist nur ein Teil der Kosten. Den größeren Anteil bestimmen oft die Zahl der Messstellen, die Schnittstellen und der Aufwand für saubere Stammdaten. Die Kosten einer Energiemanagement-Software setzen sich typischerweise so zusammen:

KostenblockWas dazugehörtWovon die Höhe abhängt
SoftwareLizenz oder Abonnement, Module, NutzerFunktionsumfang, Anzahl Nutzer, Messstellen bzw. Datenpunkte
MesstechnikZähler, Datenlogger, Gateways, SensorenAnzahl fehlender Messstellen, Medien, Gebäudebestand
AnbindungSchnittstellen zu Gebäudeautomation, Netzbetreiber, Versorger, BestandssystemenAnzahl und Art der Datenquellen
StammdatenLiegenschaften, Anlagen, Zählerstruktur, FlächenDatenlage, vorhandene CAFM-Daten
EinführungKonfiguration, Kennzahlen, Berichte, SchulungAnzahl Standorte, Berichtspflichten
BetriebHosting, Wartung, Updates, SupportBetriebsmodell Cloud oder On-Premise

Fragen Sie bei jedem Angebot nach den Gesamtkosten über mehrere Jahre und nicht nur nach dem Lizenzpreis. Prüfen Sie außerdem, welche Daten Sie bereits haben: Wer Anlagen und Flächen schon in einem CAFM-System pflegt, spart bei den Stammdaten.

Wie sich die Kosten für VITRICON® EMS in Ihrem Fall zusammensetzen, klären wir mit Ihnen anhand Ihres Bestands und Ihrer Datenquellen.

Förderung über das BAFA

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert in der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) im Modul 3 Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software. VITRICON® steht auf der BAFA-Liste förderfähiger Energiemanagement-Software (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Förderquoten, Antragsweg und Voraussetzungen ändern sich regelmäßig. Prüfen Sie diese vor Projektbeginn direkt beim BAFA.

Projektrahmen im Beratungstermin klären

VITRICON® EMS: Energiemanagement und Gebäudedaten in einer Lösung

VITRICON® EMS ist unser Modul für das Energiemanagement. Es arbeitet mit VITRICON® CAFM zusammen, unserer Lösung für das Facility Management. Energiedaten, Gebäude, Flächen und Anlagen liegen damit in einem System. Wenn Sie eine Energiemanagement-Plattform oder -Software vergleichen, achten Sie darauf, ob sie nur Verbräuche zeigt oder auch Flächen, Anlagen und Instandhaltung kennt. Bei VITRICON® EMS ist beides verbunden.

Schaubild VITRICON® EMS: angebundene Systeme wie ERP, IoT, Energiemonitoring und Office-Anwendungen links, Funktionen in der Mitte, Nutzergruppen vom Energiemanager bis zum Compliance-Manager rechts
VITRICON® EMS im Überblick: angebundene Systeme, Funktionen und Nutzergruppen.

Was Sie bei uns nachprüfen können:

  • GEFMA 445: VITRICON® ist nach der Richtlinie GEFMA 445 im Kriterienkatalog Energiemanagement zertifiziert, das Zertifikat (PDF) ist gültig bis Mai 2027.
  • GEFMA 444: Die CAFM-Zertifizierung umfasst unter anderem den Kriterienkatalog Energiecontrolling.
  • BAFA-Liste: VITRICON® ist als förderfähige Energiemanagement-Software gelistet.
  • ISO/IEC 27001: Unsere Informationssicherheit ist durch den TÜV Rheinland nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert, für Entwicklung, Implementierung und Betrieb unserer Softwarelösungen.
  • Begleitung aus einer Hand: Beratung, Messkonzept, Messsysteme, Bestandserfassung und Implementierung bieten wir selbst an. Dahinter steht unser Team aus Ingenieuren, Informatikern und IT-Technikern in Leipzig.
Siegel zertifizierte FM-Software nach GEFMA-Richtlinie 445, gültig 06/2025 bis 05/2027 Prüfzeichen TÜV Rheinland: Managementsystem ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert, ID 9000042342

Alle Zertifikate finden Sie unter Zertifikate, mehr über uns im Firmenprofil.

Für wen sich VITRICON® EMS eignet

  • Industrie: Energiemanagement-Software für die Industrie muss Energieflüsse bis auf Anlagen- und Maschinenebene zeigen und teure Lastspitzen sichtbar machen. Mehr für Industriebetriebe.
  • Bund, Länder und Kommunen: Verbräuche bis auf Verbraucherebene, Kennzahlen und Nachweise für heterogene Liegenschaften. Mehr für Bund, Länder und Kommunen.
  • Liegenschaftsportfolios und Facility-Service-Provider: Energiemanagement direkt neben Flächen-, Anlagen- und Instandhaltungsdaten mit VITRICON® CAFM.

VITRICON® EMS mit Ihren eigenen Fragestellungen sehen

In einer Live-Demo zeigen wir Ihnen in rund 60 Minuten, wie wir Ihren Anwendungsfall abbilden. Oder Sie testen VITRICON® 30 Tage kostenlos mit einem vorkonfigurierten Tenant, den wir vorab mit Ihnen abstimmen. Aktuelle Termine finden Sie bei unseren Webinaren.

Häufige Fragen zur Energiemanagement-Software

Was ist eine Energiemanagement-Software?

Eine Energiemanagement-Software erfasst Energieverbräuche aus Zählern, Gebäudeautomation und Versorgerdaten, prüft sie auf Plausibilität und wertet sie mit Kennzahlen, Dashboards und Berichten aus. Sie ist das Werkzeug, mit dem ein Energiemanagementsystem im Alltag betrieben wird.

Braucht man für ISO 50001 eine Energiemanagement-Software?

Nein, die ISO 50001 schreibt keine Software vor. Die Norm verlangt aber eine geplante Datenerfassung, Kennzahlen, eine Ausgangsbasis und regelmäßige Bewertungen. Bei mehreren Gebäuden oder vielen Messstellen ist das mit Tabellen kaum lückenlos und nachvollziehbar zu leisten. Zertifiziert wird nach ISO 50001 immer die Organisation, nicht die Software.

Was kostet eine Energiemanagement-Software?

Die Kosten hängen von Funktionsumfang, Anzahl der Messstellen, Schnittstellen, Datenaufbereitung, Einführung und Betriebsmodell ab. Die Lizenz ist oft nur ein Teil davon. Vergleichen Sie Angebote deshalb über die Gesamtkosten mehrerer Jahre.

Wird Energiemanagement-Software gefördert?

Ja. Das BAFA fördert im Modul 3 der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) unter anderem Energiemanagement-Software. Das BAFA führt dazu eine Liste förderfähiger Energiemanagement-Software, auf der auch VITRICON® steht. Konditionen und Antragsweg prüfen Sie vor Projektbeginn direkt beim BAFA.

Was ist der Unterschied zwischen Energiemonitoring und Energiemanagement-Software?

Energiemonitoring erfasst und visualisiert Verbräuche und Lastgänge. Eine Energiemanagement-Software geht weiter: Sie bewertet die Daten mit Kennzahlen, verfolgt Maßnahmen, bilanziert CO₂ und erstellt Berichte und Nachweise für Normen wie ISO 50001.

Ist ein Energiemanagementsystem Pflicht?

Für Unternehmen mit einem durchschnittlichen jährlichen Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 7,5 GWh schreibt § 8 Energieeffizienzgesetz ein Energie- oder Umweltmanagementsystem vor. Öffentliche Stellen müssen nach § 6 bereits ab 1 GWh ein (vereinfachtes) Energiemanagementsystem einrichten. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung vom September 2026 sieht für Unternehmen eine Anhebung auf 23,6 GWh vor. Stand: November 2026.

Welche Daten kann VITRICON® EMS verarbeiten?

VITRICON® EMS übernimmt Daten aus der Gebäudeautomation, von Netzbetreibern und Versorgern sowie aus Datenloggern und IoT-Quellen über Broker und API. Die Werte werden automatisch auf Plausibilität geprüft und mit Anlagen, Zählerstruktur und historisierten Bezugsgrößen verknüpft.

Ist VITRICON® EMS zertifiziert?

VITRICON® ist nach der Richtlinie GEFMA 445 im Kriterienkatalog Energiemanagement zertifiziert, das Zertifikat ist gültig bis Mai 2027. Außerdem steht VITRICON® auf der BAFA-Liste förderfähiger Energiemanagement-Software. Eine Zertifizierung nach ISO 50001 gibt es für Software nicht, sie gilt für Organisationen. VITRICON® EMS unterstützt Sie mit Auswertungen und Reports für ISO 50001 und EMAS.

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